Die 5 abgefahrensten Bräuche Deutschlands

Eierschibbeln, Vogelschießen oder Sockenkranz: Das mag einem auf den ersten Blick spanisch vorkommen, aber dabei handelt es sich um urdeutsche Traditionen, die fast schon in Vergessenheit geraten sind. Expedia.de hat die abgefahrensten Bräuche wieder ausgegraben.

Sprung übers Feuer in der Walpurgnisnacht

Die Walpurgisnacht findet jedes Jahr in der Nacht auf den 1. Mai statt, deren Ursprung sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen lässt. Sagen zufolge zelebrierten Hexen in dieser Nacht ihr Dasein auf dem Brocken. Traditionell kommen hier heute noch Jahr für Jahr als Hexen verkleidete Frauen zusammen, um singend um das große Feuer zu tanzen. Andernorts findet der sogenannte Maisprung statt, bei dem Verliebte gemeinsam über das Maifeuer springen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Walpurgisnacht

Onolzheimer Hammeltanz

Den Hammeltanz gibt es in vielen Regionen Deutschlands, besonders berühmt ist diese Feier aber im baden-württembergischen Onolzheim. Glaubt man den alten Überlieferungen, soll hier der erste Hammeltanz bereits im Jahr 1476 stattgefunden haben. Noch heute wird diese Festivität rund um Kirchweihmontag für mehrere Tage begangen. Der Ablauf ist durchaus komplex, deswegen kurz zusammengefasst: Junge Paare tanzen im Rahmen eines Wettbewerbs im Kreis, als Preis winkt der besagte Hammel.

http://www.hammeltanz.de/

© iStock, Achim Prill

Eierschibbeln

Im Westerwald trifft man sich seit über 100 Jahren jedes Jahr zu Ostern zum sogenannten Eierschibbeln. Hierbei werden Ostereier über schmale, meterlange Leisten einen Hang heruntergerollt. Ziel ist es, möglichst viele der Eier, die bereits heruntergerollt wurden, mit seinen Eiern zu treffen. Der Sieger wird dann zum Schibbelkönig gekrönt. Klingt verrückt, ist aber wahr!

https://de.wikipedia.org/wiki/Eierschibbeln

Vogelschießen

Nein, beim sogenannten Vogelschießen werden keine echten Vögel ins Visier genommen, sondern ein auf einem hohen Stab angebrachter, oft kunstvoll gedrechselter Holzvogel. Auch dieser Brauch hat seinen Ursprung im Mittelalter und wird heutzutage meist von einem Dorffest begleitet. In Schleswig-Holstein oder im Münsterland lässt sich diese Tradition am besten live erleben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Vogelschie%C3%9Fen

Sockenkranz und Treppe fegen

Im hohen Norden Deutschlands werden Socken nicht nur, wie üblich, über die Füße gezogen, sondern teilweise auch über Türkränze. Klingt merkwürdig, ist es auch. Ist man männlich, ledig und feiert den 25. Geburtstag, bekommt man solch einen Sockenkranz als Zeichen der späten Ehelosigkeit über die eigene Tür gehängt. Lebt man in Hamburg, wird 30 und hat noch nicht geheiratet, kann es sein, dass man von seinen Freunden zum traditionellen Fegen der Rathaustreppe genötigt wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sockenkranz