Expedia-Fans berichten: Die erste Reise nach dem Mauerfall

25 Jahre ist es bereits her, dass Ost- und Westdeutschland wieder zusammen kamen. Ein Vierteljahrhundert ist seitdem vergangen, doch die Erinnerungen an den Mauerfall und die bewegenden Stunden und Tage rund um diese wegweisende Entwicklung sind bei vielen noch so frisch, als wäre es erst gestern gewesen.

Im Rahmen der #reisewende-Kampagne hat Expedia.de seine Fans auf Facebook dazu aufgerufen, ihre Erinnerungen an die erste Reise nach der Wende zu schildern – ganz egal, ob von Ost nach West oder andersherum. Wer noch teilnehmen möchte, kann dies nach wie vor entweder auf Facebook oder direkt hier auf der Seite tun. Wir freuen uns Tag für Tag, von euren bewegenden Geschichten zu hören und haben hier einfach schon mal ein erstes kleines Best-of zusammengestellt:

Heiderose hat eine abenteuerliche Fahrt quer durch die Republik auf sich genommen, um ihre Tochter endlich wiederzusehen – inklusive eigener Tankstelle im Trabi-Kofferraum: „Unsere erste Reise ging nach Baden-Württemberg zu unserer Tochter und Familie. Sie sind im August 89 ausgereist. Wir hatten Kanister mit 60 Liter Gemisch im Kofferraum vom Trabi um die 550 km zu schaffen. War ne geile Fahrt.“ Für Heiderose konnte es nichts Schöneres geben als den Mauerfall: „Natürlich waren wir über den Mauerfall sehr glücklich. So konnten wir unser Kind, Enkelin und Schwiegersohn in die Arme schließen. Nach 3 Monaten! Wir wussten ja nicht, wann und wo wir uns sonst wieder treffen würden.“

Wer damals noch zu klein war, hat oftmals aber auch aufregende „Erinnerungen“ an diese Zeit dank der Erzählungen der Eltern, wie Nina hier: „Oh, ich war 1989 noch ein Säugling. Meine Mama hat mich aber auf dem Arm direkt mitgenommen und mit mir wildfremde Menschen umarmt und Schokolade verteilt. Die erste Reise in den Osten war für sie dann sehr aufregend!“

Auch damals war Paris schon ein beliebtes Reiseziel. Für Juana war hat ihre erste Reise definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen: „Meine erste Reise ging 1990 nach Paris. Von Berlin aus durch die halbe Republik nach Paris. Drei Tage für 199 DM. War ne anstrengende Reise, aber cool!“

Heute unvorstellbar, damals brutale Realität: Axel hatte seine Heimat ganze 33 Jahre nicht mehr gesehen: „Meine erste Reise nach dem Mauerfall war 1990 nach 33 Jahren aus Frankreich nach Thüringen zu meiner Mutter in LSZ.“

Die meisten, die nach 1990 geboren sind, können sich gar nicht ausmalen, was es bedeutet, nicht in ein Land reisen zu können, das man gerne besuchen möchte. Jennifer machte sich nach der Wende umgehend in Richtung Türkei auf. Die Liebe zu Land und Leuten hält bis heute an: „Mein erstes Ziel war die Türkei, einfach ein wunderbares Land und bis heute mein absolutes Lieblingsziel. Egal, ob im Sommer oder Winter, es ist einfach immer etwas los und ich liebe die Menschen und die Mentalität. In ein paar Wochen geht es schon das dritte Mal dieses Jahr in die Türkei und ich freu mich sooooo riesig drauf!“

Claudia beschreibt eindrucksvoll, was es bedeutet, wenn endlich ein lang gehegter und niemals für möglich gehaltener Kindheitstraum erfüllt wird. Da bekommen wir hier wirklich einen Kloß im Hals: „Als Kind träumte ich von den Alpen, von Heidi und Peter, Klara und dem Almöhi! Meine erste längere Reise ging in die Alpen und als ich sie kurz nach München das erste Mal wirklich sah, hab ich geweint und geweint und geweint! Unfassbar, wenn Träume mit einem Mal Wirklichkeit sind!“

Auch für Susanne ist das Brandenburger Tor das Symbol schlechthin für die Wiedervereinigung. Wie schnell sich Dinge überraschend zum Positiven ändern können, beschreibt sie hier anschaulich: „Wir waren vor der Wende mit der Schule in Berlin und als ich vor dem Brandenburger Tor auf beiden Seiten West und auch Ost stand, war mein Traum, einmal durchlaufen zu können – unvorstellbar zu dieser Zeit! Jahre später nach dem Mauerfall, als ich wieder nach Berlin kam, habe ich Stunden damit verbracht, durchs Brandenburger Tor zu laufen. Das war ein wahnsinniges und unbeschreibliches Gefühl für mich!“

Selbst wenn man die Wende nicht bewusst miterlebt hat, ist sie für uns alle von Bedeutung und ermöglicht uns heute, dass wir je nach Lust und Laune von Ost- nach Westdeutschland und umgekehrt reisen können. Lidia ist ein Mauerfall-Kind und wie für viele andere führt ihr Weg „raus in die große weite Welt“: „Meine erste Reise nach dem Mauerfall ging direkt raus aus Mamas Bauch in die große weite Welt. Denn ich bin genauso alt wie der Mauerfall!“